Digitale Transformation

Bundesverwaltung lanciert Innovationsbörse GovTech

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von Filip Sinjakovic und ml

Auf der neuen Innovationsbörse GovTech sollen Start-ups für Ämter der Bundesverwaltung digitale Lösungen entwickeln. Damit will die Bundesverwaltung Herausforderungen rund um digitale Transformation überwinden.

(Source: Roman / stock.adobe.com)
(Source: Roman / stock.adobe.com)

Die Bundesverwaltung ist auf der Suche nach Lösungen für aktuelle Herausforderungen im Rahmen der digitalen Transformation. Der Bereich Digitale Transformation und IKT-Lenkung (DTI) der Bundeskanzlei (BK) lanciert daher die GovTech Innovationsbörse. Wie die BK in einer Mitteilung schreibt, bietet GovTech Start-ups die Möglichkeit, innovative Lösungsvorschläge für diese Herausforderungen zu entwickeln und diese allenfalls in Zusammenarbeit mit den Ämtern der Bundesverwaltung zu realisieren. 

Die Bundesverwaltung komme GovTech einer Forderung des Parlaments nach, innovative Ideen für die digitale Transformation zu prüfen und schnell umzusetzen. Die Bundesverwaltung könne hierzu mit zur Verfügung gestellten Mitteln Prototypen entwickeln oder Versuche durchführen, um die jeweiligen Ideen zu testen, heisst es weiter.

Herausforderungen der Ämter

Die aktuellen Herausforderungen wurden alle von Ämtern der Bundesverwaltung eingereicht. Diese sind wie folgt:

  • Das Bundesamt für Raumentwicklung (ARE) sucht einen Entwickler für einen KI-gestützten Chatbot zur Navigation der Toolbox “Agenda 2030” für Unternehmen, Kantone und Gemeinden.
  • Ebenfalls vom ARE kommt eine Anfrage für die Entwicklung einer obligatorischen Online-Schulung über nachhaltige Entwicklung für alle neuen Mitarbeitenden.
  • Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sucht nach einer Methode für die Durchsuchung von Online-Daten von Pharmaunternehmen im Rahmen des Vollzugs der heilmittelrechtlichen Bestimmungen zu Integrität und Transparenz.
  • Das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) sucht einen Entwickler für einen digitalen Assistenten für seine Webseite.
  • Die Sektion Bundesratsgeschäfte der BK benötigt einen dreisprachigen Chatbot für Bundesratsgeschäfte.
  • Die Digitalen Dienste der BK wollen eine KI-gestützte Lösung für die automatisierte Extraktion und Kategorisierung von relevanten Textteilen in Konsultationsprozessen. Zudem suchen sie Entwickler für ein Design für übersichtliche Konsolidierung von Ämterkonstultations-Stellungnahmen und für die Entwicklung eines Dashboards für politische Geschäfte.
  • Die Sektion Politische Rechte der BK will ein Tool für die Überprüfung von laufenden Unterschriftensammlungen für eidgenössische Volksbegehren entwickeln lassen. Zudem sucht sie nach Lösungen, um allfällige Schwachstellen in der Sicherheit des Prozesses der Unterschriftensammlungen zu identifizieren und zu beheben.
  • Das Generalsekretariat des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) benötigt eine Website zur Publikation von Klimadaten der Bundesverwaltung.
  • Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) sucht einen Entwickler für eine graphbasierte Datenverwaltung im Lebensmittelrecht.

Bis zum 28. April 2025 können Start-ups ihre Lösungsvorschläge zu den Herausforderungen über die Plattform Venturelab einreichen. An der Abschlusstagung am 20. Juni 2025 haben die beste Lösungsvorschläge dann die Chance, als Aufträge umgesetzt zu werden.

 

Übrigens führt der Bundesrat zwei Verordnungen im Bereich der Informatik zusammen. Inhaltlich ändert sich dabei wenig. Die grösste Ausnahme ist, dass das E-Gov-Gesetz jetzt auch für dezentrale Verwaltungseinheiten gilt. Lesen Sie hier mehr darüber.

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