BACS warnt Reisende nach Grossbritannien vor Betrug mit ETA-Anträgen
Das BACS warnt Personen, die nach Grossbritannien reisen wollen, vor einer Online-Betrugsmasche mit ETA-Anträgen. Cyberkriminelle locken dabei ihre Opfer auf offiziell aussehende Websites, um ihnen mit überteuerten Gebühren möglichst viel Geld aus der Tasche zu ziehen. Die Methode kam bereits bei ESTA-Anträgen für die USA häufiger vor.

Reisende aus visumsfreien Staaten brauchen für die Reise in bestimmte Länder das Electronic System for Travel, das einen Aufenthalt ohne Visum ermöglicht. Während diese Regelung bisher vor allem Reisende betraf, die etwa in die USA reisen wollen, ist ab 2. April 2025 auch für die Einreise nach Grossbritannien ein ETA-Antrag nötig.
Bereits bekannte Betrugsmasche
Wie das Bundesamt für Cybersicherheit (BACS) in seinem Wochenrückblick festhält, nutzen Cyberkriminelle die ETAS-Pflicht für ihre eigenen Zwecke aus. Bereits letztes Jahr warnte das BACS USA-Reisende vor gefälschten Websites, die allerdings authentisch wirken und auch Embleme von US-Behörden sowie eine .org-Domain enthielten. Statt der üblichen Preise für einen ETAS-Antrag wurden den nichtsahnenden Opfern dann aber weitaus höhere Summen verrechnet. Die eingegebenen Daten könnten zudem für Identitätsdiebstahl missbraucht werden, heisst es weiter.
Nun auch Reisende nach Grossbritannien im Visier
Aufgrund der Tatsache, dass eine Einreise ins Vereinigte Königreich künftig auch einem ETAS-Antrag bedarf, rechnet das BACS mit weiteren dubiosen Angeboten. Erst letzte Woche wurde dem BACS eine solche Website gemeldet. Diese enthielt überraschenderweise einen Hinweise, dass sie keine offizielle Seite der britischen Behörden ist und dass die darauf enthaltenen Kosten für einen ETAS-Antrag überteuert sind. Ein Antrag kostet normalerweise 10 britische Pfund, ab dem 9. April 2025 16 Pfund.
Empfehlungen des BACS
- Nutzen Sie ausschliesslich die offiziellen Websites der zuständigen Behörden für die Beantragung von Reiseautorisierungen.
- Vorsicht auch bei Suchanfragen. Oft werden vor den eigentlichen Ergebnissen Werbe-Links angezeigt. Diese sind als "Gesponsert" gekennzeichnet.
- Im Zweifelsfall sollten Sie immer die Botschaft oder das Konsulat des jeweiligen Landes kontaktieren, um offizielle und verlässliche Informationen zu erhalten.
- Informieren Sie sich im Voraus über die offiziellen Gebühren für die Reiseautorisierung und seien Sie misstrauisch gegenüber Angeboten, die deutlich über diesen Preisen liegen.
Nicht nur bei Reisedokumenten, auch bei Konzerttickets lauern Internetbetrüger. Lesen Sie hier, wie Cyberkriminelle mit gefälschten Tickets versuchen, Musikbegeisterte in die Falle zu locken.
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